Geographie

Grundlagenfach / Ergänzungsfach / Wahlfach

Bildungs- und Richtziele

Durch den Geografieunterricht gelangen die Schülerinnen und Schüler zur Einsicht, dass Ansprüche, Normen und Haltungen den Lebensraum prägen. Das Zusammenwirken und die gegenseitige Beeinflussung von Mensch und Natur sollen verständlich werden. Die Schülerinnen und Schüler erkennen das komplexe Gefüge von Natur- und Kulturlandschaften und sind in der Lage, dieses mit Hilfe geografischer Methoden und Kenntnisse zu analysieren. Sie lernen Veränderungen von Lebensräumen zu erfassen und zu beurteilen.

Die Schülerinnen und Schüler sind fähig, sich auf der Erde mit ihren vielfältigen Strukturen zu orientieren. Sie eignen sich ein topografisches Grundwissen an, um aktuelle und historische Ereignisse geografisch deuten und einordnen zu können. Die Geografie enthält Elemente natur- und humanwissenschaftlichen Denkens; dadurch verbindet sie die beiden Bereiche. Sie fördert das Erkennen von Zusammenhängen und ermöglicht so eine interdisziplinäre Betrachtungsweise.

Der Geografieunterricht trägt dazu bei, dass sie fremden Kulturen und Religionen mit Offenheit und Respekt begegnen. Im Geografieunterricht erworbene Kenntnisse, Fertigkeiten und Haltungen sollen zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit dem Lebensraum führen und es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihre Rechte und Pflichten als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger besser wahrzunehmen.

Grobziele

Grundlagenfach

2. Klasse HS: Die Erde
Einführung in die geographische Betrachtungsweise
Die Erde als Himmelskörper mit ihren Bewegungen und deren Auswirkungen kennen
Die Gliederung der Erde kennen
Geografische Lagen bestimmen können
Probleme im Zusammenhang mit der Abbildung der Erde erkennen
Grundwissen der Kartografie erwerben

2. Klasse FS: Die Schweiz – von der Natur- zur Kulturlandschaft
Sich topografisches Wissen aneignen
Geomorphologie der Schweiz:
- Grundwissen zu Fluss-, Gletscher- und Karstmorphologie erwerben
- Entstehung von Naturlandschaften nachvollziehen können
Siedlungsgeografie und Kulturlandschaftswandel:
- Siedlungstypen und -standorte kennen
- Siedlungsentwicklung bzw. Kulturlandschaftswandel  erfassen
- Raumplanerische Instrumente kennen lernen
Auf Exkursionen die Beobachtung schulen und geografische Kenntnisse anschaulich vertiefen

3. Klasse HS und FS: Vielfältige Welt / Aussereuropäische Gebiete
Anhand verschiedener Landschaften, Lebensräume und Kulturen wichtige Fachbegriffe und Grundkenntnisse der Physischen Geografie erarbeiten:
- Sich topografisches Wissen aneignen
- Aufbau der Erde, Plattentektonik, Vulkanismus, Erdbeben
- Geomorphologischer Formenschatz der Wüste, Wüstentypen
- Entstehung, Nutzung und Gefährdung von Böden
- Grundlagen der Meteorologie
- Klima- und Vegetationszonen
Anhand verschiedener Beispiele wichtige Fachbegriffe und Grundkenntnisse der Humangeografie erarbeiten sowie raumprägende Lebens- und Wirtschaftsformen kennen lernen:
- Raumprägende kulturelle Faktoren und deren Auswirkungen
- Agrarische und mineralische Rohstoffe, Meeresnutzung
- Bevölkerungsentwicklung und Migration
- Landflucht und Verstädterung

4. Klasse HS und FS: Die Schweiz und Europa in der globalisierten Welt
Sich topografisches Wissen aneignen
Mineralien und Gesteine kennen
Grundzüge des geologischen Baus der Schweiz und Europas kennen
Typische Wetterlagen in Europa erkennen und erklären können
Historische und aktuelle Wirtschaftsentwicklungen in Europa anhand ausgewählter Beispiele
verfolgen
Sich mit aktuellen wirtschaftsgeographischen Fragestellungen der Schweiz auseinandersetzen
Beziehungen der Schweiz zum Ausland anhand ausgewählter Beispiele thematisieren
Ursachen und Folgen des globalen Klimawandels diskutieren
Auf Exkursionen die Beobachtung schulen und geografische Kenntnisse anschaulich vertiefen

Ergänzungsfach / Wahlfach
Probleme der Entwicklungsländer kennen, deren Ursachen und Folgen verstehen, Lösungsvorschläge kritisch beurteilen und diskutieren
Mittels vertiefter und ganzheitlicher Betrachtung ausgewählter Räume, Kulturen oder Länder die unterschiedlichen natürlichen und kulturellen Voraussetzungen für die Raumentwicklung und Ressourcennutzung kennen und vergleichen.

Ergänzungen für den bilingualen Unterricht
Der immersive Geografieunterricht erfüllt grundsätzlich die gleichen Ziele, wie sie in den allgemeinen Bildungs- und Richtzielen des Fachs Geografie beschrieben sind.
Durch die Verwendung der englischen Sprache im Geografieunterricht der dritten und vierten Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Fremdsprachkompetenz – Hören, Lesen, Sprechen, Schreiben - zu verbessern. Im Vordergrund steht jedoch stets die Vermittlung geografischer Kenntnisse und Fertigkeiten.

Der Geografieunterricht in englischer Sprache lässt sich nicht gleich aufbauen wie der klassische Unterricht auf Deutsch. Die folgenden Anpassungen sind für einen sinnvollen Geografieunterricht auf Englisch erforderlich:

1. Der Unterricht braucht nicht inhaltlich, aber sprachlich ein neues Fundament. Aus diesem Grund gibt es zu Beginn der dritten Klasse eine einführende Sequenz zur Klärung der grundlegenden geografischen Konzepte und Begriffe in englischer Sprache.
2. Der Geografieunterricht auf Englisch folgt näher als der Unterricht auf Deutsch dem Aufbau der Lehrbücher. Aus diesem Grund wird das ganze Kapitel Geologie nicht zwischen der dritten und der vierten Klasse aufgeteilt, sondern in der vierten Klasse besprochen.
3. Bei Themen, die sehr auf die Schweiz bezogen sind, ist der Gebrauch der englischen Sprache nicht sehr sinnvoll. Diese Themen werden deshalb im immersiven Geografieunterricht eher untergewichtet und/oder ganz auf Deutsch unterrichtet.