Roma Aeterna
Studienreise der Klasse 4aA nach Rom
Schwerpunktfach Latein
26. Februar 2004 bis 1. März 2004
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Gut gelaunt trafen wir am Donnerstagabend in Rom ein; ein Taxi (Kleinbus) brachte uns direkt vor unser Hotel St. Moritz an der Via Nazionale. Diese Fahrt war unser erstes Abenteuer: der Fahrstil war bemerkenswert …
Im Hotel bezogen wir unsere Zimmer und begaben uns wenig später auf unseren Erkundungsspaziergang. Ziel war ein kleines, vom Hotel empfohlenes Restaurant: La Carbonara, wo wir wie die Götter speisten. Nach dem Essen gingen wir wieder zurück ins Hotel, obwohl ein lauer Frühlingsabend eher noch zu einem Spaziergang eingeladen hätte.
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Freitag:
Nach einem ausführlichen Morgenessen ging es los zum Kolosseum. Die Ruinen, das Forum Romanum, die Triumphbögen und der Palatin waren beeindruckend wir bestaunten die Zeugen dieser grossen europäischen Epoche; gegen 14 Uhr wurde es kalt und windig: hungrig suchten wir Zuflucht in einer Pizzeria, dieses Restaurant war wohl der kulinarische Tiefpunkt unserer Reise: zu viel um zu verhungern und zu wenig um satt zu werden. Wir gingen zurück ins Hotel, zogen uns wärmer an und begannen unsere Spätnachmittagstour mit der Fontana di Trevi, der Kirche Sant’Ignazio di Loyola und dem Pantheon. Im Caffè Giolitti genossen wir die beste Glace von Rom. Gestärkt ging es weiter Richtung Tiber. Der Weg führte uns durch ein Gewirr enger mittelalterlicher Strassen zur Via Giulia, einer der ersten Renaissance-Strassen Roms. Auf dem Heimweg bewunderten wir die hell erleuchtete Trajanssäule und die restaurierten Trajansmärkte. Hundemüde und frierend schlichen wir ins Hotel zurück.
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Der Samstag begann kalt, windig und regnerisch. Wir beschlossen nicht nach Ostia zu fahren, sondern das Kapitol und die tollen Museen dort zu besuchen. Wir waren noch keine fünf Minuten unterwegs als uns ein heftiger Hagelsturm mit Blitz und Donner überraschte. Wir fanden Zuflucht im Forum Trajanum: die Trajansmärkte galten als eines der Weltwunder der Antike. Während wir die riesigen Dimensionen dieses Gebäudes bestaunten und uns überlegten, was wohl wo feilgeboten wurde, ging ein heftiger Hagel- Regen- Schnee- und Gewittersturm über Rom nieder:
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Ovid, Metamorphosen, I, Vers 120
… et ventis glacies adstricta pependit
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…Eiszapfen hingen starr im Wind |
Horaz, Carmina, liber I, An Octavian
Iam satis terris nivis atque dirae
Grandinis misit pater et rubente
Dextera sacras iaculatus arcis
Terruit urbem |
Schnee genug und schaurigen Hagel sandte
Nun der Welt Vater, mit flammender
Rechter traf er schmetternd die heilige Burg und
schreckte die Hauptstadt |
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Es war zwar toll, wie Texte und Tageswetter zusammenpassten aber Iuppiter hat’s eindeutig übertrieben.
Gegen Mittag zeigte sich die Sonne und wir marschierten frohgemut auf das Kapitol, wo wir die spektakulären Museen, den Tarpejischen Felsen und den grossartigen Überblick über die Foren bewunderten.
Nach einem späten Mittagessen fuhren wir zur via appia antica: dort spazierten wir in heftigem Wind dieser noch teilweise original erhaltenen Stasse entlang. Den Abend verbrachten wir ruhig.
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Am Sonntagmorgen schneite es. Dessen ungeachtet begannen wir unsere Kirchentour: San Pietro in Vincoli mit Michelangelos Moses, dann zur Basilika Santa Maria Maggiore: diese Basilika hat eine besondere Gründungslegende. 365 n. Chr. erschien die Jungfrau Maria dem Papst Liberius im Traum und trug ihm auf, an jener Stelle eine Kirche zu bauen, an der er Schnee vorfinden würde. Als es dann in einem glutheissen Sommer auf dem Esquilin schneite, befolgte Liberius diese Anweisung sofort wir wussten es zu würdigen, dass auch wir den Esquilin im Schneegestöber erlebten.
Danach standen die Diokletiansthermen auf dem Programm: diese Thermen waren die grössten Anlagen ihrer Art und fassten 3000 Badegäste gleichzeitig. Heute beherrbergen sie umfangreiche Sammlungen zur antik-römischen Geschichte. Im herrlichen, von Michelangelo entworfenen Innenhof genossen wir die Sonne, die sich wieder zaghaft hervorgewagt hatte. Nach dem Mittagessen teilten wir uns auf Sightseeingtour für die einen, Santa Maria degli Angeli, San Giovanni in Laterano, Santa Croce in Gerusalemme, Museo degli Strumenti Musicali für die anderen. Um 18 Uhr trafen wir uns in der Kirche Santa Maria in Cosmedin bei der Bocca della Vertià. Zum Abschluss des Tages schauten wir uns noch die Tempel auf dem Forum Boarium an.
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Montagmorgen waren wir schon um 9.30 Uhr im Petersdom eine Stunde später ging es zu den Vatikanischen Museen, wo wir eine ausgezeichnete Führung durch den Pio-Clementino-Saal erlebten. Danach konnte jeder auf eigene Faust die Vatikanstadt erkunden. Um 17 Uhr ging es zurück zum Hotel, wo wir unser Gepäck abholten. Ein Taxi brachte uns zum Flughafen, der Kreis schloss sich, der Fahrstil war wieder bemerkenswert …
21 Uhr 30 waren wir wieder in Zürich, unsere Reise war (frei nach Giovanni Guareschi) beendet, bevor sie noch richtig begonnen hatte.
Margrit Joelson
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